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Region : CORTE

Corte auf Korsika

Corte, im Zentrum Korsikas gelegen, ist die ehemalige Hauptstadt der Insel. Sie befindet sich in quasi gleicher Entfernung zu Ajaccio (85 km) und Bastia (70 km). Sie gehört zum Departement Haute Corse in 750 m Höhe, am Fuss von zwei Tälern: das Tal von Tavignanu et das von Restonica.

Corte - Zentrum Korsikas

Die Region von Corte, das Zentrum Korsikas, ist in 4 Gebiete unterteilt:

Le Niolu: Hochplateau, wo sich die höchsten Gipfel Korsikas, wie zum Beispiel der Monte Cinto, und die am höchsten gelegenen Dörfer der Insel befinden

-Le Bozio: in seiner Verlängerung liegt die Castagniccia (Kastanienland)

-L’Ascu: Herrliches Tal mit unzähligen Flüssen und Gebirgsbächen mit Badegumpen. Diese Region verfügt über ein Tierschutzgebiet, das zum Natura 2000 Programm gehört.

-Le Venacais: Hirtenland voller Pinien- und Buchenwälder, von denen Noceta/Rospigliani und Vizzavona die bekanntesten sind

Einige Zahlen über Corte

Bevölkerung von Corte:  7262 Einwohner (INSEE 2017)

Fläche von Corte :   14927 ha

Verkehrswesen

Corte ist über die Route départementale 93 (Departementstrasse 93) und durch die Bahnlinie der SNCF  (einzige Eisenbahnlinie der Insel) mit Bastia und Ajaccio verbunden, verfügt aber auch über einen Flugplatz für Flüge innerhalb der Insel. 

Geschichte

Corte war schon immer eine Hochburg des korsischen Patriotismus.

Im XIV. Jahrhundert fällt Corte in die Hände der Genuesen.

Unter der Herrschaft des Königs von Aragonien, befreit  Seigneur Vincetello d’Istria die Stadt aus genuesischer Macht.

Nach seinem Sieg über die Truppen des Königs von Aragonien in Biguglia, errichtet er 1420 die Zitadelle von Corte.

Im Jahre 1553 wird Sampieru Corso, beschrieben als der korsischste aller Korsen, für  die Krone Frankreichs auf die Insel geschickt, um dort unter der Führung des Général de Thermes  das genuesische Reich zu bekämpfen. Er löst dort einen Volksaufstand aus und reisst Corte an sich, wo  das Volk sich ihm anschliesst.

Dieser Sieg hält bis 1555 an, bis Frankreich ihn zurückruft. Frankreich unterzeichnet  1556 ein fünfjähriges Friedensabkommen mit dem genuesischen Feind. Die Stadt steht somit wieder unter genuesischem Einfluss.

Im Jahre 1746 ist es Général Gaffori, der sich der Zitadelle von Corte bemächtigt. Er macht sich zum Herren des Zentrums von Korsika und wird 1751 zum ‚Général de la Nation‘ ernannt. Am 3. Oktober 1753 wird er im Stadtviertel Saint Pancrace in eine Falle gelockt und ermordet; einer der Angreifer ist niemand anders als sein eigener Bruder. Diese Ermordung sei von den Genuesen finanziert worden.

Dann wird Corte von 1765 bis 1769 die Hauptstadt des unabhängigen Korsika unter Pascal Paoli.

Dieser lässt eine von Montesquieu beeinflusste, demokratische Verfassung mit dem Prinzip der Gewaltentrennung wählen.

Pascal Paoli beschliesst, aus dem korsischen Volk ein „aufgeklärtes und erzogenes Volk“ zu machen, das geschlossen das Land verwaltet.

Er gründet also in Corte eine Universität, die am 3. Januar 1765 eröffnet wird und in der Philosophie, Theologie, Mathematik und Recht, aber auch die Prinzipien der Medizin und Chirurgie gelehrt werden.

Kulturelles Erbe

-Die Zitadelle (1420), errichtet von Vincentello d’Istria

-Das Musée de la Corse (Museum von Korsika) in der Kaserne Serrurier in der Zitadelle 

-Die Kirche Annonciade (1450)

-Der Palazzu Naziunale– ehemaliger Sitz des genuesischen Gouverneurs, in dem sich 1755 und 1769 der Regierungssitz von Pascal Paoli und die erste Universität Korsikas befanden

Das  Belvedere – ältester Teil  der Festung aus dem XV. Jahrhundert 

Le Baptistère, die Taufkapelle

-Der Platz Pascal Paoli mit seiner Bronzestatue (1854)

-Der Platz Gaffori mit seiner Bronzestatue (1901)

-Der kleine Park zum Gedenken an Pierre Griffi (Widerstandskämpfer)

-Die Pieve Santa Mariona Di Talcini – religiöses Gebäude des XII. und XIII. Jahrhunderts

Naturerbe von Corte und seiner Umgebung

Freiheitsgebiet der Adler und Mufflons, wird die Region des Zentrums Korsikas auch die Erde der Hirten genannt.

Umgeben von Bergen und Seen, besteht die Region des Zentrums Korsikas oder auch „Centru di Corsica“ aus hohen Gipfeln mit steilen Felswänden, von wo zahlreiche Gebirgsflüsse in tiefe Täler inmitten von Pinien- und Buchenwäldern fliessen: die Wälder von Tavignanu und Restonica, wo Sie herrliche Badegumpen bewundern können.

In der Region befinden sich ebenfalls wunderschöne Seen, wie zum Beispiel der Melosee  und der Capitellosee, die Sie auf der Strecke des GR20 entdecken.